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Zahnimplantat Ablauf: Schritt für Schritt erklärt Jede Phase kennen, besser vorbereitet sein

Von der Diagnostik bis zur Krone: 8 Behandlungsphasen mit konkreten Kosten pro Schritt und Einheilzeiten

Das Wichtigste in Kürze

  • check Eine Zahnimplantation gliedert sich in acht Phasen: Erstberatung, Diagnostik, Vorbehandlung, Knochenaufbau, OP, Einheilung, Freilegung und Endversorgung.
  • check Der gesamte Behandlungszeitraum beträgt drei bis zwölf Monate, je nachdem ob ein Knochenaufbau nötig ist.
  • check Das Einsetzen des Implantats dauert pro Zahn 30 bis 60 Minuten unter lokaler Betäubung, Dämmerschlaf oder Vollnarkose.
  • check Die Kosten liegen zwischen 2.000 und 4.500 Euro, wobei der GKV-Festzuschuss bis zu 691 Euro beträgt.
  • check Mit einer Zahnzusatzversicherung sinkt der Eigenanteil auf unter 400 Euro oder sogar auf null.
Zahnimplantat Ablauf: Schritt für Schritt erklärt
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Inhaltsverzeichnis

1. Wie läuft eine Zahnimplantation ab?

Eine Zahnimplantation ist kein einzelner Eingriff, sondern ein mehrstufiger Prozess. Vom ersten Beratungsgespräch bis zur fertigen Krone vergehen in der Regel drei bis zwölf Monate. Wie lange es genau dauert, hängt davon ab, ob ein Knochenaufbau nötig ist und wie schnell das Implantat im Kiefer einheilt. Der Zahnimplantat-Ratgeber gibt Ihnen einen Gesamtüberblick über Risiken, Kosten und Alternativen.

Der Ablauf einer Zahnimplantation folgt einem bewährten Schema, das sich in acht Phasen gliedern lässt. Diese Phasen bauen aufeinander auf und sind zeitlich klar abgegrenzt.

  1. Erstberatung: Ihr Zahnarzt untersucht den Kiefer, bespricht Ihre Wünsche und klärt, ob ein Implantat in Frage kommt.
  2. Diagnostik und Planung: Röntgenbilder und gegebenenfalls eine 3D-Aufnahme (DVT) zeigen, wie viel Knochen vorhanden ist. Der Zahnarzt erstellt den Heil- und Kostenplan.
  3. Vorbehandlung: Karies oder Parodontitis werden behandelt, bevor das Implantat gesetzt wird.
  4. Knochenaufbau: Falls der Kieferknochen nicht ausreicht, wird er in einem separaten Eingriff aufgebaut. Dieser Schritt betrifft etwa 30 bis 50 Prozent der Patienten.
  5. OP-Tag: Das Implantat wird unter lokaler Betäubung in den Kieferknochen eingesetzt. Der Eingriff dauert pro Implantat etwa 30 bis 60 Minuten.
  6. Einheilung: Das Implantat verwächst mit dem Knochen. Im Unterkiefer dauert das zwei bis vier Monate, im Oberkiefer vier bis sechs Monate.
  7. Freilegung: Nach der Einheilung wird das Implantat freigelegt und ein Gingivaformer eingesetzt, der das Zahnfleisch für die Krone vorbereitet.
  8. Endversorgung: Die fertige Krone, Brücke oder Prothese wird auf dem Implantat befestigt. Damit ist die Behandlung abgeschlossen.

In den folgenden Abschnitten erklären wir jeden Schritt im Detail: Was genau passiert, wie lange es dauert, was es kostet und worauf Sie achten sollten. So können Sie den gesamten zeitlichen Ablauf Ihrer Implantation besser einschätzen und sich gezielt auf jeden Termin vorbereiten.

Quellen: zahn.de (BZÄK) — Implantation Ablauf

2. Voruntersuchung und Behandlungsplanung

Bevor ein Implantat gesetzt werden kann, muss der Zahnarzt den Zustand Ihres Kiefers genau kennen. Die Voruntersuchung bildet das Fundament für die gesamte Behandlung und entscheidet darüber, ob eine Implantation direkt möglich ist oder ob vorher weitere Schritte nötig sind.

Diagnostik: Röntgen und 3D-Planung

Im ersten Termin nimmt der Zahnarzt ein Orthopantomogramm (OPG) auf, also eine Panoramaröntgenaufnahme des gesamten Kiefers. Damit lässt sich beurteilen, ob genügend Knochen vorhanden ist und wie die Nachbarzähne stehen. Bei komplexeren Fällen kommt eine digitale Volumentomografie (DVT) hinzu. Diese 3D-Aufnahme kostet in der Regel 150 bis 300 Euro und zeigt den Kiefer millimetergenau. Auf Basis der Bilder plant der Zahnarzt die exakte Position des Implantats.

Heil- und Kostenplan

Nach der Diagnostik erstellt der Zahnarzt den Heil- und Kostenplan . Dieses Dokument listet alle geplanten Leistungen mit den voraussichtlichen Kosten auf. Sie reichen den Plan bei Ihrer Krankenkasse ein, die daraufhin den Festzuschuss berechnet. Erst danach beginnt die eigentliche Behandlung. Nehmen Sie sich Zeit, den Plan zu prüfen, und fragen Sie bei Unklarheiten nach.

Vorbehandlungen und Knochenaufbau

Bestehende Probleme wie Karies oder eine Parodontitis müssen vor der Implantation behandelt werden, weil sie das Einheilungsrisiko erhöhen. Bei etwa 30 bis 50 Prozent der Patienten ist zusätzlich ein Knochenaufbau nötig. Ein Sinuslift im Oberkiefer kostet zwischen 300 und 1.200 Euro und verlängert den Gesamtablauf um drei bis sechs Monate. Der Knochen muss erst stabil genug sein, bevor das Implantat sicher verankert werden kann.

Die Voruntersuchung ist der wichtigste Schritt, um spätere Komplikationen zu vermeiden. Je gründlicher die Diagnostik, desto vorhersagbarer verläuft die anschließende OP.

Quellen: zahn.de (BZÄK) — Implantation Ablauf

3. Der OP-Tag: Implantat einsetzen

Wenn Diagnostik und Planung abgeschlossen sind, folgt der eigentliche Eingriff. Für viele Patienten ist der OP-Tag der Moment, vor dem sie am meisten Respekt haben. Dabei verläuft eine Implantation in den meisten Fällen unkompliziert und ist gut planbar.

Betäubung: Welche Optionen gibt es?

Die Standardmethode ist die Lokalanästhesie. Sie betäubt den betroffenen Kieferbereich gezielt, sodass Sie während des Eingriffs keine Schmerzen spüren. Für Patienten mit stärkerer Angst oder bei umfangreichen Eingriffen gibt es zwei Alternativen.

  • Dämmerschlaf: Sie befinden sich in einem entspannten Halbschlaf und bekommen vom Eingriff wenig mit. Die Zusatzkosten liegen bei 150 bis 300 Euro.
  • Vollnarkose: Kommt vor allem bei komplexen Eingriffen mit mehreren Implantaten in Frage. Die Kosten betragen 250 bis 500 Euro. Ihr Zahnarzt wird Ihnen diese Option nur empfehlen, wenn sie medizinisch sinnvoll ist.

Welche Betäubungsform für Sie passt, besprechen Sie vorab mit Ihrem Behandler. Die Lokalanästhesie reicht für die meisten Einzelimplantate aus.

Ablauf der Implantation Schritt für Schritt

Das Einsetzen eines Zahnimplantats folgt einem standardisierten Ablauf. Jeder Schritt ist präzise geplant und dauert pro Implantat insgesamt 30 bis 60 Minuten.

  1. Schleimhaut öffnen: Der Zahnarzt macht einen kleinen Schnitt im Zahnfleisch und legt den Kieferknochen frei.
  2. Bohrung vorbereiten: Mit speziellen Bohrern wird stufenweise ein passgenaues Loch im Knochen geschaffen. Die Bohrung erfolgt unter Kühlung, damit der Knochen nicht überhitzt.
  3. Implantat einschrauben: Die künstliche Zahnwurzel aus Titan oder Keramik wird in den vorbereiteten Kanal eingedreht.
  4. Wundverschluss: Das Zahnfleisch wird über dem Implantat vernäht. Bei einem geschlossenen Verfahren heilt das Implantat verdeckt unter der Schleimhaut ein.

In bestimmten Fällen ist auch eine Sofortimplantation möglich: Das Implantat wird direkt nach dem Ziehen des alten Zahns eingesetzt, ohne eine separate Heilungsphase dazwischen. Ob das für Sie in Frage kommt, erfahren Sie in unserem Ratgeber Sofortimplantat: Voraussetzungen und Vor-/Nachteile .

Nach dem Eingriff erhalten Sie Verhaltenshinweise für die ersten Tage: Kühlen, weiche Kost, kein Rauchen. Die Fäden werden nach sieben bis zehn Tagen gezogen.

Was Sie nach der OP an Schmerzen und Schwellungen erwarten können, erklärt unser Ratgeber Zahnimplantat Schmerzen: Was ist normal, wann zum Arzt? .

Quellen: zahn.de (BZÄK) — Implantation Ablauf , TK — Zahnimplantat Erfolgsquote

4. Einheilung und Provisorium

Nach der OP beginnt die längste Phase der Behandlung: die Einheilung. In dieser Zeit verwächst das Implantat mit dem Kieferknochen. Dieser Vorgang heißt Osseointegration und ist entscheidend für die langfristige Stabilität.

Wie lange dauert die Einheilung?

Im Unterkiefer heilt ein Implantat in der Regel innerhalb von zwei bis vier Monaten ein. Im Oberkiefer braucht der Knochen vier bis sechs Monate, weil er dort weniger dicht ist. Mehrere Faktoren beeinflussen die Dauer.

  • Kieferlage: Der Unterkiefer ist dichter als der Oberkiefer, deshalb heilt er schneller.
  • Knochenqualität: Wurde ein Knochenaufbau durchgeführt, verlängert sich die Einheilzeit um einige Wochen.
  • Implantatoberfläche: Moderne Implantate haben raue Oberflächen, die das Knochenwachstum beschleunigen.
  • Rauchen: Nikotin verschlechtert die Durchblutung im Kiefer und kann die Einheilung verzögern oder gefährden. Ihr Zahnarzt wird Ihnen empfehlen, in den Wochen nach der OP nicht zu rauchen.

Während der Einheilung darf das Implantat nicht belastet werden, damit es ungestört mit dem Knochen verwachsen kann. Kontrolltermine alle vier bis sechs Wochen stellen sicher, dass alles nach Plan verläuft.

Das Provisorium: Versorgung während der Wartezeit

Niemand möchte monatelang mit einer sichtbaren Zahnlücke leben. Deshalb erhalten Sie für die Dauer der Einheilung ein Provisorium. Welche Art von Provisorium zum Einsatz kommt, hängt von der Position im Kiefer und der Anzahl der fehlenden Zähne ab.

  • Klammerprothese: Eine herausnehmbare Teilprothese, die an den Nachbarzähnen befestigt wird. Funktional, aber weniger komfortabel.
  • Klebebrücke (Maryland-Brücke): Ein Provisorium, das an den Nachbarzähnen festgeklebt wird. Gut geeignet für den Frontzahnbereich.
  • Sofortprovisorium: In manchen Fällen kann direkt am OP-Tag ein festes Provisorium auf dem Implantat befestigt werden. Das setzt allerdings eine ausreichende Primärstabilität des Implantats voraus.

Besprechen Sie vor der OP mit Ihrem Zahnarzt, welches Provisorium für Ihre Situation geeignet ist. Gerade im sichtbaren Frontzahnbereich lohnt es sich, diese Frage frühzeitig zu klären.

Wie lange die Einheilung dauert und welche Faktoren sie beeinflussen, erfahren Sie im Ratgeber Zahnimplantat: Wie lange dauert die Behandlung? .

Quellen: implantate.com — Einheilzeit , TK — Zahnimplantat Erfolgsquote

5. Freilegung und endgültige Versorgung

Sobald das Implantat stabil im Knochen verankert ist, steht der nächste Schritt an: die Freilegung. Dieser kleine Eingriff macht das Implantat für die Krone zugänglich und bereitet das Zahnfleisch auf die endgültige Versorgung vor.

So läuft die Freilegung ab

Bei der Freilegung öffnet der Zahnarzt das Zahnfleisch über dem eingeheilten Implantat mit einem kleinen Schnitt. Dann schraubt er einen Gingivaformer ein, ein kleines Metall-Aufbauteil, das aus dem Zahnfleisch herausragt. Der Gingivaformer formt das Zahnfleisch so, dass es sich natürlich um die spätere Krone legt. Diese Phase dauert in der Regel zwei bis vier Wochen.

Anschließend nimmt der Zahnarzt einen präzisen Abdruck für das Zahnlabor. Auf Basis dieses Abdrucks wird die individuelle Krone, Brücke oder Prothese angefertigt. Zwischen Abdruck und Einsetzen der fertigen Versorgung vergehen noch ein bis zwei Wochen.

Materialwahl: Vollkeramik oder Metallkeramik

Für die Krone stehen zwei bewährte Materialien zur Verfügung. Die Wahl hängt von der Position im Kiefer und Ihren ästhetischen Ansprüchen ab.

  • Vollkeramik: Sieht besonders natürlich aus und eignet sich vor allem für den sichtbaren Frontzahnbereich. Vollkeramik ist metallfrei und daher auch für Allergiker geeignet.
  • Metallkeramik: Robuster und günstiger als Vollkeramik. Für den Seitenzahnbereich, wo hohe Kaukräfte wirken, eine bewährte Lösung.

Die Suprakonstruktion, also die gesamte Aufbau-Einheit aus Abutment und Krone, kostet je nach Material 700 bis 1.200 Euro. Damit ist die prothetische Versorgung in der Regel nach ein bis zwei Terminen abgeschlossen.

Nachsorge nach der Versorgung

Mit dem Einsetzen der Krone endet die aktive Behandlung, aber nicht die Betreuung. Regelmäßige Kontrollen, in der Regel zwei bis vier Mal pro Jahr, sichern den langfristigen Erfolg des Implantats. Dabei prüft der Zahnarzt den Sitz der Krone und den Zustand des umliegenden Zahnfleischs. Eine professionelle Implantatreinigung ergänzt die häusliche Pflege und beugt Entzündungen am Implantat vor.

Was nach dem Einsetzen der Krone zu beachten ist, erklärt unser Ratgeber Zahnimplantat Nachsorge: Was Sie nach der OP beachten müssen .

Welche Pflegemittel und -techniken Ihr Implantat langfristig gesund halten, erklärt unser Ratgeber Zahnimplantat pflegen: so bleibt es gesund .

Quellen: zahn.de (BZÄK) — Implantation Ablauf

6. Was kostet der Ablauf, und wer zahlt?

Neben dem zeitlichen Ablauf ist die Kostenfrage für die meisten Patienten der zweite große Unsicherheitsfaktor. Die Gesamtkosten einer Implantation liegen zwischen 2.000 und 3.500 Euro für einen Seitenzahn und zwischen 3.000 und 4.500 Euro für einen Frontzahn. Wie sich diese Summe zusammensetzt, zeigt ein Blick auf die einzelnen Behandlungsschritte. Einen ausführlichen Kosten-Ratgeber finden Sie unter Zahnimplantat Kosten im Detail .

Kosten pro Behandlungsphase

Die folgende Aufstellung zeigt, welcher Anteil der Gesamtkosten auf welchen Behandlungsschritt entfällt.

Behandlungsphase Kosten
Diagnostik (DVT/3D-Planung) 150–300 EUR
Knochenaufbau (Sinuslift) 300–1.200 EUR
Implantat (Material + Einsetzen) 1.000–1.500 EUR
Abutment (Verbindungsstück) 200–500 EUR
Krone (Suprakonstruktion) 700–1.200 EUR

Nicht jeder Patient benötigt alle Leistungen. Ohne Knochenaufbau und mit Standard-Diagnostik bleibt die Rechnung deutlich unter dem oberen Ende der Spanne.

Was zahlt die Krankenkasse?

Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt für Implantate keinen direkten Zuschuss. Sie beteiligt sich aber mit dem befundorientierten Festzuschuss , den es auch für die Regelversorgung gäbe. Für eine Einzelzahnlücke liegt dieser Zuschuss bei rund 530 Euro ohne Bonusheft und bei bis zu 691 Euro mit vollständigem Bonusheft über zehn Jahre. Das Bonusheft lohnt sich also spürbar.

Rechenbeispiel 1: Seitenzahn ohne Knochenaufbau

Ein Einzelzahnimplantat im Seitenzahnbereich kostet 2.500 Euro (Implantat 1.200 Euro, Abutment 300 Euro, Krone 1.000 Euro). Nach Abzug des GKV-Festzuschusses von rund 530 Euro bleibt ein Eigenanteil von 1.970 Euro. Mit einem 100-Prozent-Tarif wie dem Allianz Mein Zahnschutz 100 sinkt der Eigenanteil ab dem vierten Versicherungsjahr auf 0 Euro. Die Ersparnis beträgt in diesem Fall 1.970 Euro.

Rechenbeispiel 2: Mit Knochenaufbau (Sinuslift)

Wird ein Sinuslift nötig, steigen die Gesamtkosten auf rund 3.800 Euro (Implantat 1.200 Euro, Knochenaufbau 800 Euro, Abutment 300 Euro, Krone 1.000 Euro, Diagnostik/DVT 500 Euro). Nach Abzug des Festzuschusses von 530 Euro verbleibt ein Eigenanteil von 3.270 Euro. Mit dem Allianz Mein Zahnschutz 90 (90 Prozent Erstattung, ab dem vierten Versicherungsjahr) übernimmt die Versicherung davon 2.943 Euro. Ihr Eigenanteil liegt dann bei nur 327 Euro.

36 von 38 Zahnzusatzversicherungen im Privadent-Vergleich erstatten Implantatbehandlungen, und ebenso viele übernehmen die Kosten für einen Knochenaufbau. 26 dieser Tarife erstatten mindestens 80 Prozent. Ein Vergleich der Tarife lohnt sich, weil die Erstattungssätze und Zahnstaffeln je nach Anbieter stark variieren.

Welche Risiken und Komplikationen auftreten können und was sie kosten, erläutert unser Ratgeber Zahnimplantat Risiken: Komplikationen erkennen und vermeiden .

Quellen: KZBV — Festzuschuss , implantate.com — Kostenrechner

7. Fazit: Gut vorbereitet zum Zahnimplantat

Der Ablauf einer Zahnimplantation ist planbar und folgt einem bewährten Schema. Von der Erstberatung über die OP bis zur fertigen Krone vergehen in der Regel drei bis zwölf Monate. Wer den Prozess kennt, kann jeden Schritt besser einordnen und gezielter Fragen stellen.

Drei Punkte sind für Ihre Planung besonders wichtig: Erstens, ob ein Knochenaufbau nötig ist, denn er verlängert die Behandlung um drei bis sechs Monate und erhöht die Kosten. Zweitens, die Gesamtkosten von 2.000 bis 4.500 Euro, von denen die gesetzliche Krankenkasse nur den Festzuschuss übernimmt. Drittens, eine Zahnzusatzversicherung kann den Eigenanteil deutlich senken, in vielen Fällen auf unter 400 Euro oder sogar auf null.

Der nächste Schritt: Lassen Sie sich einen Heil- und Kostenplan erstellen und vergleichen Sie parallel die Erstattungsleistungen verschiedener Zahnzusatzversicherungen. Auf Privadent können Sie die Tarife nach Implantat-Erstattung filtern und direkt sehen, wie viel Sie im Ernstfall sparen.

Wie lange Zahnimplantate halten und welche Faktoren die Lebensdauer beeinflussen, erklärt unser Ratgeber Haltbarkeit von Zahnimplantaten: Wie lange halten Implantate? .

8. Häufige Fragen

Die Gesamtdauer einer Zahnimplantation liegt zwischen drei und zwölf Monaten. Der größte Einflussfaktor ist die Frage, ob ein Knochenaufbau nötig ist.

Ein Knochenaufbau verlängert die Behandlung um drei bis sechs Monate, weil der aufgebaute Knochen erst stabil werden muss, bevor das Implantat eingesetzt werden kann. Auch die Kieferlage spielt eine Rolle: Im Unterkiefer heilt das Implantat schneller ein (zwei bis vier Monate) als im Oberkiefer (vier bis sechs Monate).

Fragen Sie Ihren Zahnarzt bei der Erstberatung nach einem realistischen Zeitplan für Ihre persönliche Situation, damit Sie die einzelnen Phasen besser planen können.

Das reine Einsetzen eines Implantats dauert pro Zahn etwa 30 bis 60 Minuten. Bei einer Sofortimplantation direkt nach dem Zahnziehen kann der Eingriff etwas kürzer ausfallen.

Die OP-Dauer hängt von der Komplexität ab: Ein einzelnes Implantat im Seitenzahnbereich ist in der Regel schneller gesetzt als ein Frontzahnimplantat, bei dem höhere ästhetische Anforderungen gelten. Werden mehrere Implantate in einer Sitzung gesetzt, verlängert sich die OP entsprechend.

Planen Sie für den OP-Tag insgesamt zwei bis drei Stunden ein, inklusive Vorbereitung und Nachgespräch. So haben Sie keinen Zeitdruck.

Während der OP spüren Sie dank der Lokalanästhesie keine Schmerzen. Der Eingriff ist vergleichbar mit dem Ziehen eines Zahns.

Nach der Betäubung können in den ersten zwei bis drei Tagen Schwellungen und leichte Schmerzen auftreten, die sich mit Schmerzmitteln und Kühlung gut kontrollieren lassen. Bei stärkerer Angst stehen Dämmerschlaf (150 bis 300 Euro) oder Vollnarkose (250 bis 500 Euro) als Alternativen zur Verfügung.

Sprechen Sie Ihre Bedenken vor dem Eingriff offen an. Ihr Zahnarzt kann die Betäubung an Ihre Bedürfnisse anpassen und Ihnen die Angst vor der OP nehmen.

Ein Provisorium ist ein vorübergehender Zahnersatz, der die Lücke während der Einheilphase schließt. Sie tragen es in der Regel zwei bis sechs Monate.

Je nach Position und Situation kommen verschiedene Provisorien zum Einsatz: eine herausnehmbare Klammerprothese, eine festgeklebte Klebebrücke oder in günstigen Fällen ein Sofortprovisorium direkt auf dem Implantat. Im Frontzahnbereich ist eine ästhetisch ansprechende Lösung besonders wichtig.

Klären Sie die Provisorium-Frage vor der OP mit Ihrem Zahnarzt. So wissen Sie vorab, wie die Versorgung während der Wartezeit aussieht, und können sich darauf einstellen.

Ein Knochenaufbau ist nötig, wenn der Kieferknochen nicht genügend Volumen oder Dichte hat, um ein Implantat sicher zu verankern. Das betrifft etwa 30 bis 50 Prozent der Patienten.

Häufige Ursachen für Knochenschwund sind ein lange fehlender Zahn, Parodontitis oder altersbedingt nachlassende Knochendichte. Im Oberkiefer-Seitenzahnbereich ist oft ein Sinuslift nötig, der zwischen 300 und 1.200 Euro kostet. Der gesamte Ablauf verlängert sich dadurch um drei bis sechs Monate.

Die DVT-Aufnahme bei der Voruntersuchung zeigt zuverlässig, ob ein Knochenaufbau nötig ist. Lassen Sie sich frühzeitig beraten, damit Sie die zusätzliche Zeit und die Kosten einplanen können.

Ja, eine sogenannte Sofortimplantation ist möglich, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Das Implantat wird direkt nach der Zahnentfernung in das leere Zahnfach eingesetzt.

Voraussetzung ist ausreichend gesunder Knochen rund um das Zahnfach und keine akute Entzündung. Die Sofortimplantation verkürzt den Gesamtablauf deutlich, weil die Einheilphase des Knochens nach der Zahnentfernung und die Einheilung des Implantats in einem Schritt erfolgen. Allerdings ist sie nicht in jedem Fall medizinisch möglich.

Ihr Zahnarzt kann anhand der Voruntersuchung beurteilen, ob eine Sofortimplantation für Sie in Frage kommt. Fragen Sie gezielt danach, wenn Sie den Behandlungszeitraum verkürzen möchten.

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